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"Als zu erfahren war, dass der Bodensee zugefroren ist, beschlossen 3 Kollegen von mir und ich, über den See nach Lindau zu gehen.
Wir (damals alle in Lustenau wohnhaft), begaben uns nach dem Mittagessen nach Bregenz, wo wir uns bei den Seeanlagen auf den zugefrorenen See begaben. Es war etwas dunstig, und man konnte Lindau nicht sehen. Wir schlossen uns den vielen Leuten an, die sich wie in einer lockeren Prozession Richtung Lindau begaben.
Die Eisdecke war etwas mit Schnee bedeckt, und ein Ortsunkundiger wäre nicht auf den Gedanken gekommen, dass sich darunter ein See befindet.
Als wir uns etwa auf Mitte der Strecke bis Lindau befanden, machten wir eine statische Probe. Auf mein Kommando hin sprangen meine 3 Kollegen gleichzeitig kurz in die Höhe. Ich blieb stehen und wollte feststellen, ob die Eisdecke etwas zittert wenn die 3 zugleich auf dieser aufschlagen. Es war jedoch keinerlei Zittern zu bemerken. Es war, als befänden wir uns auf einem festen Untergrund. Das gab uns natürlich Mut, unsere Wanderung fortzusetzen. In Lindau kehrten wir im "Goldenen Lamm" ein. Bald darauf begaben wir uns wieder auf den Rückweg über das Eis.
Wie auf dem ersten Foto ersichtlich ist, befand sich unterwegs eine lange, krustenförmige Rinne, auf welche sich manchmal die Leute niedersetzten. Dort sahen wir, dass sich ein Mann auf so eine hohe Eiskruste setzte, diese jedoch gab nach, und verschwand nach unten. Glücklicherweise konnte er sich schnell auf die Seite begeben, sonst wäre er vielleicht in dieses Loch gestürzt. Von dort an mieden wir diese Sitzgelegenheit. Wir kamen gut wieder in Bregenz an.
Als ich zu Hause war, wurde im Radio durchgegeben, dass es ab sofort verboten sei, über das Eis zu gehen, da sich einige lose Eisschollen gebildet hatten."
Max Bader
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