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Was: Premiere des Stückes "Der kaukasische Kreidekreis" von Berchtold Brecht. Wo: In der Aula des Egger Gymnasiums. Wann: Freitag. Wer:Auch dieses Jahr präsentieren Schüler des Gymnasium in Egg eine weltberühmte Inszenierung. Mit „Der kaukasische Kreidekreis“ von Bertold Brecht legt Spielleiter Prof. Mag. Ariel Lang seinen 31 Darstellern die Latte hoch. Die allmähliche Auflösung traditioneller und gesellschaftlicher Strukturen und die immer wieder beschworene Krise der Familien hat die Gruppe dazu bewogen, dieses gesellschaftskritische, aber durchaus hoffnungsvolle Theaterstück in Szene zu setzen.
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Zum Stück: Der kaukasische Kreidekreis von Bertolt Brecht entstand 1944/45 in Santa Monica(USA). Zwei Spiele, zwei große Themen der Weltliteratur werden von Brecht hier zu einem geschlossenen Kreis geführt: Das Spiel von Grusche Vachnadze, der Magd, die mit übermenschlichen Opfern - selbst der Liebe zu dem Soldaten Simon Chachava - in Zeiten der Revolte das Kind der harten Gouverneursfrau rettet; und das Spiel vom Azdak, dem Armeleuterichter, der, betrunken und korrupt, dennoch das Chaos zu einer kurzen, goldenen Zeit beinah der Gerechtigkeit macht. Die Handlung selbst ist in zwei Einzelhandlungen zerlegt, die sich erst am Schluss zu einer zusammenfügen. Somit ist auch die Komponente der Zeit nicht mehr kontinuierlich. Weiters verfremdet er die Geschichte gekonnt durch mehrere Unterbrechungen in Form von Texten, die eine Art Zusammenfassung für die vorigen Absätze bilden. So bekommt der Zuschauer noch einmal einen Überblick und kann kritisch über das Erzählte nachdenken. Am Schluss wendet sich der Sänger an das Publikum und erklärt die Situation. „Ihr aber, ihr Zuhörer der Geschichte vom Kreidekreis nehmt zur Kenntnis die Meinung der Alten: Dass da gehören soll, was da ist, denen, die für es gut sind also die Kinder den Mütterlichen, damit sie gedeihen, die Wagen den guten Fahrern, damit gut gefahren wird und das Tal den Bewässerern, damit es Frucht bringt.“
Diese Zuwendung ist auch eine typische Verfremdung, wie sie bei Brecht oftmals auftritt. Der Sänger, der zugleich auch der Erzähler der Geschichte ist, tritt aus dem Geschehen heraus, um das Publikum aufzuklären. Text und Fotos: Annemarie Kaufmann
Aufführungen:
Premiere Egg
Freitag, 23. 3. 2007, Aula des Gymnasiums Egg
Bizau
Sonntag, 25. 3. 2007, Gebhard-Wölfle-Saal
Hittisau
Dienstag, 27. 3. 2007, Ritter-von-Bergmann-Saal
Alberschwende
Donnerstag, 29. 3. 2007, Hermann-Gmeiner-Saal
Im Bild: Anna Hartmann als Grusche.
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