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"Vor 50 Jahren gab es ihn auch schon", sagt Gebhard Rüf, der Wirt vom Neuhornbachhaus. Die Rede ist von einem spektakulären Skirennen - weitab von Skiliften und gepflegten Pisten – dem "Kreuzmandllauf".
Während er mit seiner Pistenraupe eine ganze Schar Zuschauer von Schoppernau nach Neuhornbach transportiert, erzählt der Wirt seinen Fahrgästen, wie es zu dieser Veranstaltung kam. Skipioniere aus dem Bregenzerwald seien damals zu Fuß vom Dorf aufgestiegen - es sind dies immerhin 6 Kilometer – und hätten auf der Alpe Neuhornbach ein Rennen ausgetragen.
Nachdem viele Jahre keine Geselligkeit dieser Art mehr stattfand, hat der Wintersportverein Schoppernau die langjährige Traditionsveranstaltung neu belebt.
Vor drei Jahren hatte Gebhard Rüf das Neuhornbachhaus in Betrieb genommen und genauso so lange gibt es den legendären Wettkampf unter dem "Kreuzmandl" wieder. Als einziges Relikt aus längst vergangenen Tagen blieb lediglich der alte Wanderpokal. Und um diesen kämpft Vorarlbergs Ski-Elite nun Jahr für Jahr. Dieses Mal schaffte es die Gruppe "Bärleteam" Mellau, dem "Mäserteam" die heiß ersehnte Trophäe abzujagen. Unter den 180 Läufern war auch Baltas Schneider aus Egg. Warum er die Sprungski mit den Carvern getauscht hatte, erklärt "Boltas" ganz einfach: "Ich habe die Saison abgeschlossen und mache jetzt für zwei Wochen Urlaub bei meiner Familie in Egg", sagt der Skispringer, "und weil auch mein Bruder Hansjörg und Klaus Waldner hier mitfahren, dachte ich, versuchst es halt auch wieder mal."
Die Tagesssiege gingen an Bernhard Hager aus Schoppernau und die Weltcupläuferin Katharina Wilhelm aus Sölden.
Nach ausgiebigem Einkehrschwung im gastlichen Neuhornbachhaus hieß es für viele Partytiger, den Rückweg auf Rödeln zu meistern. Was bei den schwierigen Verhältnissen dann auch nicht ganz ohne kleine und größere Pannen abgelaufen ist.
Im Bild: Team Eristoff Ice.
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