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160 verwegene Leute stürzen sich auf eisiger Piste in die Nacht.
Knisternde Spannung am Start. Nadja und Sonja haben die Startnummer drei. Ziemlich blass um die Nase stehen die beiden in Warteposition. Dann das Signal zum Start. Wagemutig stürzen sie sich auf ihrem Rennschlitten in die Tiefe. Unten im Zielraum tosender Applaus. Geschafft. Warum macht man als Mädchen so was? „Bei uns ging es um eine Wette. Wir sind beide in der Schischule in Balderschwang und wollten den Männern beweisen, dass auch wir Frauen mutig sind“, sagt Sonja noch ganz außer Atem, „hier ging es uns ausschließlich um die Ehre der Frau“. 80 Teams aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz wagten sich über die vereiste Piste auf dem Sibratsgfäller Krähenberg. Markus Dorner, Organisator und Hauptsponsor des Rennens ist zufrieden mit der Teilnehmerzahl. „Die Veranstaltung übertrifft alle unsere Erwartungen“, freut er sich. Gefahren wurde mit Hornschlitten in Original Bauweise. Das bedeutet, diese Schlitten sind genormt und es gibt ein Regelwerk bzw. Bestimmungen welche Neigungen die Kufen haben dürfen. Insgesamt sind es sieben Rennen, von denen fünf in Deutschland und zwei in Vorarlberg gefahren werden. Am Ende der Saison werden alle Bewerbe nach einem bestimmten Punkteschlüssel - ähnlich wie im Weltcup - zusammen gezählt und im ALPENCUP gewertet. Schwer enttäuscht waren die beiden Lokalmatadore Wolfgang und Hubert. Mit der besten Zwischenzeit flog das Gespann in einer Linkskurve aus der Bahn, das Rennen war für die beiden gelaufen. Sieger wurden Werner Steurer und Christoph Nussbaumer aus Sibratsgfäll. Für die beiden war es nicht der erste Sieg, dementsprechend gelassen nahmen sie die riesige Siegestrophäe in Empfang. Das Event nicht entgehen ließen sich Leo Spettel und Gattin von Intersport Spettel, sowie der Bürgermeister von Sibratsgfäll Reinhold Walser. Im geheizten Partyzelt ging das Spektakel weiter bis in die frühen Morgenstunden..Margit Mäser aus Dornbirn zeigte sich jedenfalls begeistert von der Gastfreundschaft der Sibratsgfäller und Otto Karl Nußbaumer von der gleichnamigen Tischlerei durfte natürlich auch nicht fehlen. Bestens amüsiert hat sich auch die Familie Ratz aus Großdorf von Ofenbau Ratz. Mit den Töchtern Nadja und Karin sind sie längst Stammgäste beim Hornerrennen in Sibratsgfäll.
Im Bild: Sieger Christoph Nussbaumer mit Margit
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