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Der Faschingmontag gehört in Egg den "Muosmählknüllarn". Es ist 11.00 Uhr. Der Egger Bürgermeister Norbert Fink ist in einer Besprechung. Im Gemeindehaus ist es ruhig. Plötzlich ertönt ohrenbetäubendes "Eggar, Eggar Muosmählknüllar" im Stiegenhaus. Die Tür fliegt auf und die Egger Narren stürmen die Gemeindestube. Gemeindesekretär Norbert Greussing kann sich gerade noch in Sicherheit bringen. Aber für Bürgermeister Fink gibt es kein Entkommen mehr. Gnadenlos wird er entmachtet und dazu gezwungen, seinen Anzug auszuziehen und sich in einen viel zu kleinen "Stallfisel" zu zwängen. Die schwarzen Schuhe werden mit Hölzlern ausgetauscht und ein speckiger alter Hut ziert den Kopf des Gemeindehäuptlings. Die Egger Narrenpolzei hat das Kommando übernommen und bugsiert den Ärmsten über die Stiege hinunter, dessen Aufgabe es nun ist, die von der Gemeindevertretung verursachten Misthaufen in einem Schubkarren einzusammeln. Bis am Aschermittwoch darf sich Norbert Fink und sein Team im Gemeindehaus nicht mehr blicken lassen. Die "Muosmählknüllar" haben nun das Sagen. Am Nachmittag findet der große Faschingsumzug statt. Viele einheimische Gruppen und Gäste aus dem ganzen Land bieten ein farbenfreudiges Spektakel. Bei Kaiserwetter ziehen die unzähligen "Faschnatsbütz" rund um die Brücken, welche einige Stunden früher von Bürgermeister Norbert Fink vom gröbsten Schmutz befreit wurden.
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